Ein Impressum erstellen …

Den meisten Website-Betreibern ist bewusst, dass eine Website auch ein anständiges Impressum benötigt. Schließlich möchte niemand in die unangenehme Situation einer Abmahnung gelangen. Keine Impressumspflicht hingegen besteht übrigens nur, wenn eine Website ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dient und ein berechtigtes Interesse Dritter an der Identität des Websitebetreibers nicht existiert.

Geregelt werden diese und andere Vorschriften seit dem 1. März 2007 durch das Telemediengesetz. Die Anbieterkennzeichnung – wie das Impressum dort auch genannt wird – muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Je nach Geschäftsmodell der Websitebetreiber unterscheidet sich der abzubildende Inhalt allerdings grundlegend.

Wenn Sie also eine eigene Anbieterkennzeichnung benötigen, können Sie a) die Hilfe Ihres Anwalts in Anspruch nehmen, oder b) die Hilfe eines Online-Impressums-Assistenten. Letztere Variante empfehlen wir auf jeden Fall für die schnelle Soforthilfe.
Den hier aufgeführten – kostenlosen – Assistenten verwenden wir seit geraumer Zeit mit Erfolg. Der freundliche Ratgeber ersetzt natürlich keine Rechtsberatung und erhebt keine Anspruch auf Vollständigkeit. Also lesen Sie bitte das Kleingedruckte und dann ran ans Werk…

Der Assistent führt Sie Schritt für Schritt zu Ihrem Musterimpressum, das Sie in der Folge nur noch kopieren und mit Ihren persönlichen Daten füllen müssen.

Der Impressums-Assistent:
http://www.digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/index.php

Das Telemediengesetz im Volltext:
http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/

enterprise 2.0 in zwei Minuten

Der Begriff “enterprise 2.0” steht für die Anwendung interaktiver und kollaborativer Software nach dem Vorbild des Web 2.0 auf Unternehmens-Ebene. Das Schlagwort “enterprise 2.0” wurde 2006 von dem Harvard Ökonomen Andrew McAfee eingeführt, in den folgenden Jahren hat sich diese Bezeichnung weiter verbreiten können, von einem etablierten Begriff kann aber noch nicht gesprochen werden. Aktuell existieren in weitgehend synonymer Verwendung Begriffe wie “Enterprise Social Software”, “Enterprise Web 2.0”, “Web 2.0 im Unternehmen” oder “Intranet 2.0”.

Viele Firmen tätigen heute Schritte in Richtung enterprise 2.0 indem sie zum Beispiel ein Wiki zum Austausch von Firmen-Knowhow oder ein Mitarbeiter-Forum für den Betriebsrat einrichten. Unternehmen, die enterprise 2.0 bereits weiter umgesetzt haben, nutzen Technologien wie Instant Messaging, Blogs für Produkt-Kampagnen, Wikis in der Projektplanung, Profilseiten und Networking-Funktionen, Wikis und Blogs zur Sammlung des Firmenwissens sowie Austauschplattformen für Dokumente und Bookmarks.

Beim Aufbau eines enterprise 2.0 ist es grundsätzlich empfehlenswert den Fokus nicht zu eng auf die einzelnen Anwendungen und Software-Kommponenten zu richten. Es gilt Prozesse im Unternehmen zu identifizieren, die durch den Einsatz von enterprise 2.0 Technologien unterstützt oder optimiert werden können. So leistet Enterprise 2.0 heute bereits hervorragende Dienste, wenn es darum geht die Anzahl der E-Mails zu verringern, niedrigschwellige Kommunikation zu ermöglichen, Nischenwissen zugänglich zu machen, die Vernetzung der Mitarbeiter auszuweiten (weak ties), Kunden einzubeziehen, dokumentenlastige Kommunikation auf Plattformen zu bündeln oder etwa die Informationskontinuität auf Schicht- oder Teilzeitarbeitsplätzen zu optimieren.

Das Experimentieren mit einzelnen Social-Software Anwendungen wie z.B. Wikis oder Blogs ist heute sehr verbreitet, es ist jedoch nur dann zielführend, wenn es einer umfassenden Strategie folgt. Werden die Anwendungen isoliert und ungeplant eingesetzt, tritt nach einer kurzen Phase hoher Erwartungen zumeist mittelfristig Ernüchterung ein und das vormals hochgelobte Firmenwiki wird zu einer Nischenanwendung ohne Alltagsbezug. Einzelne Social-Software-Komponenten sollten stets in ihrer Funktion als Werkzeuge in einem komplexen Kommunikationssystem wahrgenommen werden. Grundsätzlich erfordern weitreichende Eingriffe in die Firmenkommunikation eine strategische Planung in mittel- bis langfristigen Zeitrahmen.

Anwendungen wie Wikis, Blogs oder Foren sind ursprünglich für das Internet entwickelt worden. Es sind Lösungen, die vom Bedürfnis nach neuen Wegen der Kommunikation, des Austauschs und der Unterhaltung motiviert sind. Im Kontext eines Unternehmens werden sich nur Anwendungen behaupten können, die Geschäftsprozesse sinnvoll unterstützen, die zur Verbesserung der Kommunikation beitragen oder auf andere Weise die Wertschöpfung erhöhen. Enterprise 2.0 befindet sich heute im Anfangsstadium, nachdem sich die überzogenen Erwartungen an eine Revolution der Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen gelegt haben steht enterprise 2.0 heute für einen Reformprozess mit erstklassigem Potential.

Web 2.0 in zwei Minuten

Das Schlagwort “Web 2.0” kennzeichnet die Erweiterung des klassischen “nur lesbaren” Internets hin zu einem “les- und schreibbaren” Internet, in das der Nutzer auf vielfältige Art Inhalte einbringen kann (“User generated Content”). Der Begriff wurde 2004 geprägt und steht, anders als die Nummerierung vermuten lässt, nicht für eine neue Technologie sondern für ein veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internets. Populäre Beispiele von Web 2.0 Anwendungen sind etwa die Online-Enzyklopädie Wikipaedia, Soziale Netzwerke wie facebook, Xing oder StudiVZ sowie das Videoportal Youtube.

Eng verwandt mit dem Begriff “Web 2.0” ist die Bezeichnung “Social-Software” , sie steht für die einzelnen Software-Komponenten, aus denen das Web 2.0 aufgebaut ist. So basiert zum Beispiel die Online Enzyklopädie Wikipaedia auf einer “Wiki-Software” die auch in zahllosen anderen “Wikis” Verwendung findet. Das Grundprinzip von Social-Software besteht in der Schaffung einer leicht bedienbaren Anwendung, die den Austausch oder die gemeinschaftliche Erstellung von Text-, Foto- oder Videoinhalten ermöglicht.

Ein weitere Facette des Web 2.0 sind Webseiten deren Inhalte miteinander kombiniert werden, sogenannte “Mashups”. Ein sehr einfaches Beispiel einer Kombination stellt das Einbinden einer Landkarte aus Google Maps in eine Firmen-Website dar.  Eine komplexere Mashup-Anwendung bietet beispielsweise die Internet-Community “MySpace”. Dort präsentieren sich die einzelnen Mitglieder mit einer collage-artigen Zusammenstellung eigener Texte ergänzt mit Videos von Youtube und Fotos von flickr oder anderen Internet-Quellen.

Im Bereich kommerzieller Web 2.0 Anwendungen hat der amerikanische Reseller Amazon bereits vor Jahren neue Maßstäbe gesetzt. Durch die Integration kostenlos vom Kunden erstellter Buchrezensionen (“User generated Content”) erschafft Amazon einen Mehrwert durch Beratungsleistung selbst für Nischenprodukte. Andere Firmen nutzen Web 2.0 Anwendungen im Bereich des Kundenservices (Support-Foren, Kunden-Foren) und in der Außendarstellung (Produkt-Blog, Kampagnen-Blog).

Der Einsatz von Web 2.0 Anwendungen (Social-Software) ist nicht auf die Nutzung im Internet beschränkt. Auch in lokalen Unternehmens-Netzwerken, den Intranets, dient Social-Software der internen Kommunikation sowie der gemeinschaftlichen Erstellung und Sammlung von Firmen Knowhow. Die Nutzung von Social-Software innerhalb des Unternehmens bildet die Basis eines enterprise 2.0